Das höchste, das sich Arjuna vorstellen kann – und mit dem er die Sorge, seine Verwandten töten zu müssen abwägt – ist „blühende und unangefochtene Macht und Herrschaft über die Götter“. Wenn Arjuna diese bloß auf seine eigene Person bezogenen Vorteile als das Höchste sieht, ist es klar, dass seine Sorgen mehr Gewicht haben. Sähe er jedoch die Vorteile, die das zwangsweise Töten seiner Verwandten für die Bevölkerung des ganzen Landes bringen würde, so hätte dies deutlich mehr Gewicht als seine Sorgen. Dadurch, dass Arjunas Motivation jedoch eine egoistische ist, kommt er zwangsläufig in Gewissenskonflikte. Sobald wir aus einer Motivation heraus handeln, die unsere persönlichen Bedürfnisse zwar mit einschließt – zugleich aber auch die Bedürfnisse anderer Wesen mitbedenkt -, werden unsere Entscheidungen viel leichter und unser Handeln viel klarer. Unser Leben wird leichter, wenn wir nach Lösungen suchen, die nicht nur einzelnen, sondern allen Beteiligten gerecht werden.
Mehr Informationen über Yoga, Meditation und Spiritualität findest Du hier.
Das höchste, das sich Arjuna vorstellen kann – und mit dem er die Sorge, seine Verwandten töten zu müssen abwägt – ist „blühende und unangefochtene Macht und Herrschaft über die Götter“. Wenn Arjuna diese bloß auf seine eigene Person bezogenen Vorteile als das Höchste sieht, ist es klar, dass seine Sorgen mehr Gewicht haben. Sähe er jedoch die Vorteile, die das zwangsweise Töten seiner Verwandten für die Bevölkerung des ganzen Landes bringen würde, so hätte dies deutlich mehr Gewicht als seine Sorgen. Dadurch, dass Arjunas Motivation jedoch eine egoistische ist, kommt er zwangsläufig in Gewissenskonflikte. Sobald wir aus einer Motivation heraus handeln, die unsere persönlichen Bedürfnisse zwar mit einschließt – zugleich aber auch die Bedürfnisse anderer Wesen mitbedenkt -, werden unsere Entscheidungen viel leichter und unser Handeln viel klarer. Unser Leben wird leichter, wenn wir nach Lösungen suchen, die nicht nur einzelnen, sondern allen Beteiligten gerecht werden.
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Arjuna sieht seine geistige Unklarheit ein und bittet Krishna um Rat. Er benennt seinen geistigen Makel als „Mitleid“ und erkennt, dass er seine „Pflicht“ vernachlässigt. „Pflicht“ hat für uns – nach den kollektiven Erfahrungen vor allem des Zweiten Weltkrieges, des Kalten Krieges, des Sozialismus, Kapitalismus und weiterer „-ismusse“ – heute eine starke negative Konnotation.
Zurecht. Der Begriff steht heute für ein unreflektiertes, unhinterfragtes Befolgen von Befehlen. Und das ist – nicht nur nach Meinung einiger der größten Denker unserer Zeit und Vorreiter einer humanen globalen Gesellschaft, wie zum Beispiel Ken Wilber oder Marshall Rosenberg – die größte Gefahr für unsere Gesellschaft schlechthin. Was im damaligen Kontext mit „seine Pflicht ausüben“ gemeint wurde, würde heute vielleicht besser formuliert sein durch „Verantwortung übernehmen“ – also eher in die Richtung gehen, nicht nur die eigenen, persönlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen, sondern auch die anderer bei seinem Handeln mit zu bedenken; ja überhaupt irgendwessen Bedürfnisse zu bedenken. Denn beim heutigen Alltagsverständnis von „Pflicht“ und „Gehorsam“ findet diese Reflektion – welchem Bedürfnis welcher Person mit einem bestimmten Handeln überhaupt gedient sei – gar nicht statt. Eben das macht es unpersönlich, entmenschlicht – und damit so gefährlich. Arjuna erkennt hier, dass sein Handeln allein persönlichen Bedürfnissen entspringt – dass ihm der Blick auf die Bedürfnisse anderer Beteiligter / größerer Gruppen fehlt. Dies meint er, wenn er sagt, dass er sich seiner „Pflicht“ gerade nicht mehr bewusst sei.
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Arjuna sieht seine geistige Unklarheit ein und bittet Krishna um Rat. Er benennt seinen geistigen Makel als „Mitleid“ und erkennt, dass er seine „Pflicht“ vernachlässigt. „Pflicht“ hat für uns – nach den kollektiven Erfahrungen vor allem des Zweiten Weltkrieges, des Kalten Krieges, des Sozialismus, Kapitalismus und weiterer „-ismusse“ – heute eine starke negative Konnotation.
Zurecht. Der Begriff steht heute für ein unreflektiertes, unhinterfragtes Befolgen von Befehlen. Und das ist – nicht nur nach Meinung einiger der größten Denker unserer Zeit und Vorreiter einer humanen globalen Gesellschaft, wie zum Beispiel Ken Wilber oder Marshall Rosenberg – die größte Gefahr für unsere Gesellschaft schlechthin. Was im damaligen Kontext mit „seine Pflicht ausüben“ gemeint wurde, würde heute vielleicht besser formuliert sein durch „Verantwortung übernehmen“ – also eher in die Richtung gehen, nicht nur die eigenen, persönlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen, sondern auch die anderer bei seinem Handeln mit zu bedenken; ja überhaupt irgendwessen Bedürfnisse zu bedenken. Denn beim heutigen Alltagsverständnis von „Pflicht“ und „Gehorsam“ findet diese Reflektion – welchem Bedürfnis welcher Person mit einem bestimmten Handeln überhaupt gedient sei – gar nicht statt. Eben das macht es unpersönlich, entmenschlicht – und damit so gefährlich. Arjuna erkennt hier, dass sein Handeln allein persönlichen Bedürfnissen entspringt – dass ihm der Blick auf die Bedürfnisse anderer Beteiligter / größerer Gruppen fehlt. Dies meint er, wenn er sagt, dass er sich seiner „Pflicht“ gerade nicht mehr bewusst sei.
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Arjuna befindet sich in einem Dilemma.
Dieses Dilemma rührt daher, dass er dem weiteren Lebenswandel seines als auch der Körper seiner Verwandten – also bestimmten konkreten, physischen Umständen – oberste Priorität gibt. In der gegebenen Situation ist es schier unmöglich, all diese Körper zu bewahren. Erst recht nicht, wenn die transpersonalen Bedürfnisse, die hinter dieser Konfliktsituation (der bevorstehenden Schlacht) stehen – nämlich geltendes Recht, Ordnung und Frieden für alle im Königreich wieder herzustellen – erfüllt werden sollen. Doch diese sieht Arjuna gerade nicht (mehr). Denn wenn ihm diese (abstrakten, nicht-konkreten, nicht-physischen) Bedürfnisse wichtiger wären als die Weiterexistenz bestimmter physischer Körper, dann wäre die Entscheidung für ihn leicht. Genau dahin versucht ihn Krishna demnächst zu bewegen.
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