Anstatt aus der göttlichen Gegenwart heraus zu handeln, hat Arjuna Vorstellungen, die er als negativ bewertet. Diese Bewertungen rühren von seiner Identifikation mit seinen Rollenbildern her – was gut und was schlecht sei. Er stellt sich vor, wie es ist, seine Verwandten im Kampf zu töten – und weil er es als schlecht bewertet, einen Verwandten zu töten, erfassen ihn entsprechende Emotionen. Arjuna verstrickt sich in gedanklichen Moralvorstellungen. Diese sind bloße Abstraktionen eines oder mehrerer vergangener Momente – und können dem gegenwärtigen Moment damit niemals vollständig gerecht werden. Allein die göttliche Intuition vermag in Anbetracht der unendlichen Komplexität eines jeden Augenblicks die der gegenwärtigen Situation angemessenen Handlungsimpulse zu geben. Furcht ist ein Zeichen von gedanklicher – d.h. materieller – Verstrickung. Furchtlosigkeit verweist auf Verbundenheit mit der göttlichen Intuition.
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Arjuna beschreibt Krishna diverse Symptome eines Kontrollverlustes über seinen beschreibt Krishna diverse Symptome eines Kontrollverlustes über seinen Körper und seinen Geist. Er ruht damit nicht mehr in der Gleichmütigkeit, die kennzeichnend ist für die Verbundenheit mit dem Göttlichen. An dieser Stelle wird nun offensichtlich, dass Arjuna immer noch verhaftet ist: An seine Rollen als Sohn, Enkel, Bruder, Neffe usw. Er identifiziert sich immer noch mit diesen Rollenbildern – statt ausschließlich mit seiner göttlichen Seele (Atman). Denn wenn diese Identifikationen nicht wären, würde er gleichmütig die ihm zugetragene Aufgabe der Heerführung bewältigen können. So aber zeigt sich der innere Rollenkonflikt über körperliche Symptome.
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Arjuna teilt Krishna mit, dass der Anblick der sich gegenüberstehenden und kampfbereiten Verwandten und Freunde ihn derart erschüttert, dass sich dies auch an seinem Körper durch Lähmung seiner Glieder und einem trockenen Mund zeigt. Hier wird deutlich, dass Arjuna trotz seiner göttlichen Abstammung immer noch Mensch ist: Er verfängt sich in Sorge um die weitere Existenz der Körper seiner Mitgeschöpfe. Mag dies zunächst durchaus nachvollziehbar erscheinen, so wird an diesem Beispiel doch der Unterschied zwischen einer absolut spirituellen, gleichmütigen Haltung und einer immer noch materialistisch geprägten – „menschlichen“ – Haltung gegenüber allen Geschöpfen deutlich.
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Arjuna wendet sich in seiner großen Sorge an Krishna, um ihm zu erklären was in ihm vorgeht. Viele Informationen zur Bhagavad Gita findest du in unserem Bhagavad Gita Portal, klicke dafür hier.
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